presse Bildpresse

Bornheimer Wochenblatt, 11.05.2000

Fetzige Gospelklänge zur Ehre Gottes

Der Frankfurter Gosplechor begeisterte das Publikum in der Nord-Ost-Gemeinde. Die spritzigen Darbietungen der Sängerschar sorgten für mitreißende Stimmung. Foto: Voß

(nv) Mit Kirche können viele Menschen der heutigen Zeit nichts mehr anfangen. Die Gottesdienste erscheinen langweilig, die Aussagen der Bibel veraltet. Dass die Begegnung mit Gott durchaus zu einem besonderen Erlebnis werden kann, zeigte der Arche-Gottesdienst der Bornheimer Nord-Ost-Gemeinde am vergengenen Sonntag. Wer liturgische Texte mit theologischen Fremdwörtern oder mahnende Worte eines Pastor erwartet hatte, wurde enttäuscht. Fetzige Gospelklänge standen im Mittelpunkt.

Schon beim Betreten des Kirchenraumes fiel dem geneigeten Besucher die liebevolle Dekoration auf. An der einen Wand hingen Notenschlüssel und Noten, an der anderen baumelten CDs. Im Eingangsbereich luden Bistrotische mit kleinen Lejereien zum verweilen nach dem Gottesdienst ein. Die Tatsache, dass jeder Besucher mit Handschlag begrüßt wurde, ließ en Gefühl der Vertrautheit entstehen.

"Never stop praising" lautete das Motto unter dem der Frankurter Gospelchor Gesangsstücke über die Güte Gottes zum Besten gab. Schon nache den ersten Klängen hatte die 40-köpfige Sängerschar die Anwesenden auf ihrer Seite. Begeistert klatschten die Großen und Kleinen die peppigen Rhythmen mit - erst noch verhalten, dann mit vollem Elan.

Chorleiter Martin Schultheiß verstand es aufs Beste, das Publikum einzubeziehen. Mehrmal ließ er die Zuhörerschar einen kleinen Gesangspart übernehmen. Zwischendurch erläuterte der quirlige Pianist die Botschaft der Gospel. Dabei hob er deutlich hervor, dass "Gott die Menschen so liebt, wie sie sind. Wir müssen uns nur auf ihn einlassen." Erst nach zwei Zugaben konnte der Frankfurter Gospelchor seinen hervorragenden Auftritt beenden.

Seit zweieinhalb Jahren veranstaltet die Nord-Ost-Gemeinde an jedem ersten Sonntag im Monat Arche-Gottesdienste zu unterschiedlichen Themen. Arche steht für Anschauen, Reinhören, Christ sein, Erleben.

"Mit dieser Veranstaltung wollen wir Menschen ansprechen, denen die alltägliche Gottesdienstform fremd ist", berichtet Teamleiterin Anne Lauterbach. Die Bibel steht dabei trotz der vielen modernen Elemente immer im Zentrum.

Das Konzept der neunköpfigen Vorbereitungsgruppe kommt gut an. Etwa 100 interessierte aller Altersgruppen finden Monat für Monat den Weg in die Wingertstrasse 15. Damit den jüngsten nicht langweilig wird, findet im Nebenraum ein Kinderprogramm mit Spielen und Basteleien statt.

(c) 2008 HoPe Webdesign