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Frankfurter Neue Presse, 08.05.2007

Gospelchor reißt die Zuhörer mit

Nied. Rhythmisches Klatschen und stimmgewaltiger Gesang, dazu Keyboard- und Gitarrenklänge, das ist die frohe Botschaft der Gospelmusik. Trotz der „Nacht der Museen“ kamen beinahe 200 Zuhörer zum ersten Gospelkonzert überhaupt in die Dreifaltigkeitskirche. Der Frankfurter Gospelchor unter der Leitung von Martin Schultheiß bot knapp zwei Stunden ein mitreißendes Programm mit abwechslungsreichen Stücken christlich-afroamerikanischer Musik.

Neben der Musik stand der gute Zweck im Mittelpunkt. Der Eintritt war frei, doch die gesammelten Spenden kommen der Caritas-Zentralstation für ambulante Pflege in Höchst zugute. Pfarrer Alexander Brückmann wies in seiner Begrüßung kurz auf die Arbeit des Fördervereins hin. Sein Zweck sei es, die Arbeit der Caritas-Zentralstation ideell und materiell zu fördern. Das Konzert auf den Weg gebracht hatte die Niederin Ruth Fischer. Sie ist seit 18 Jahren Mitglied des Frankfurter Gospelchores. Auf ihre Anfrage hin, habe die Gemeinde gerne die Türen der Dreifaltigkeitskirche geöffnet.

Gut 50 Sänger zählt der Frankfurter Gospelchor. Zu Beginn wuchs der Chor jedoch auf 250 Stimmen an, denn das Publikum stimmte, angespornt von den Sängern, ein – und das auch noch dreistimmig. So tönte aus dem linken Kirchendrittel „Go Tell it on the Mountains“, aus der Mitte „Rock my Soul in the Bossom of Abraham“ und aus dem rechten Drittel „He’s got the Whole World in his hand“. Bei der Gospelmusik gehe es schließlich darum, Freude lautstark nach außen zu tragen, sagte Chorleiter Schultheiß. Ursprünglich habe es sich um Lieder gehandelt, welche die Sklaven bei der Feldarbeit gesungen hätten.

Zu rhythmischen Trommelklängen folgten bekannte Gospels wie „Kumbayah my Lord“. Vielstimmig dirigiert von Martin Schultheiß erntete der Frankfurter Gospelchor viel Applaus für diese großartige Darbietung. Einer der Höhepunkte war das Duett der Sängerinnen Brigitte Schultz und Ute Bernhardt. Die Gesangsabschnitte „I need you, you need me“ wechselten zwischen den Protagonistinnen und dem Chor hin und her. „I need you to survive“ klang dieses beeindruckende Duett aus. (mav)

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